100 jähriges Jubiläum
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Schon bald nach 13 Uhr sammelten sich Mitglieder der Sektion und der Trachtenvereine auf dem Platz vor der Veitskirche zum Festgottesdienst: unsere Trachtengruppe, der Trachtenverein „Immergrün“ aus Straubing, die „Fels’nstoana" aus Elisabethszell, „d‘lustigen Hofbergler" aus Haibach, der Trachtenverein „Hirschenstein“ aus Schwarzach und der Heimat- und Volkstrachtenverein „Osterglocke“ Bogen e. V.. Sie waren gekommen, um mit uns den 100. Jahrtag der „Verschmelzung“ der zwei Wandervereine in Straubing zu feiern.
Pater Martin Müller zelebrierte den Festgottesdienst „bayerwald-affin“ in der Kirche St. Veit, die bis auf den letzten Platz besetzt war. In seiner Predigt ging er besonders auf den Erhalt der Bräuche in den Vereinen ein: „Tradition ist nicht das Aufbewahren von Asche, sondern das Weitergeben eines Feuers" erklärte er den Anwesenden. Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von unserer Sing- und Spielgruppe unter der Leitung von Anderl Hirschberger mit der Waldlermesse, sowie Simon Bründl an der Orgel.
Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinde - an der Spitze die Kapelle „De Andern" aus Hunderdorf, dann die Trachtengruppe, die Ehrengäste und viele Mitglieder des Vereins und die Gastvereine mit Fahnen - durch die Steinergasse, über den Theresien-Platz, durch die Fraunhofer und Fürstenstraße zum Rittersaal. Zuschauer, Touristen verfolgten amüsiert das Geschehen und fotografierten fleißig, es „herrschte für kurze Zeit Volksfestauszug-Stimmung auf dem Stadtplatz“, war in der Zeitung zu lesen.
Die Festveranstaltung eröffnete ein Musikstück der „De Andern“ und eine Volkstanzeinlage unserer Trachtengruppe. 1. Vorsitzender Hans Lohmeier begrüßte die anwesenden Mitglieder und die Ehrengäste – Schirmherr Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier, stellvertretender Landrat Ludwig Knott und vom Hauptverein aus Zwiesel Präsident Landrat Sebastian Gruber und Geschäftsführender Vorsitzender Markus Kerner, weiter die Ehrenvorsitzenden der Sektion Hans Hiendl und Werner Schäfer sowie Alt-Oberbürgermeister Reinhold Perlak und Alt-Landrat Alfred Reisinger.
Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinde - an der Spitze die Kapelle „De Andern" aus Hunderdorf, dann die Trachtengruppe, die Ehrengäste und viele Mitglieder des Vereins und die Gastvereine mit Fahnen - durch die Steinergasse, über den Theresien-Platz, durch die Fraunhofer und Fürstenstraße zum Rittersaal. Zuschauer, Touristen verfolgten amüsiert das Geschehen und fotografierten fleißig, es „herrschte für kurze Zeit Volksfestauszug-Stimmung auf dem Stadtplatz“, war in der Zeitung zu lesen.
Die Festveranstaltung eröffnete ein Musikstück der „De Andern“ und eine Volkstanzeinlage unserer Trachtengruppe. 1. Vorsitzender Hans Lohmeier begrüßte die anwesenden Mitglieder und die Ehrengäste – Schirmherr Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier, stellvertretender Landrat Ludwig Knott und vom Hauptverein aus Zwiesel Präsident Landrat Sebastian Gruber und Geschäftsführender Vorsitzender Markus Kerner, weiter die Ehrenvorsitzenden der Sektion Hans Hiendl und Werner Schäfer sowie Alt-Oberbürgermeister Reinhold Perlak und Alt-Landrat Alfred Reisinger.
Ehrenvorsitzender der Sektion, Hans Hiendl, machte dabei dem Verein ein besonderes Geschenk, den Original-Mitgliedsausweis seines Vaters, Hans Hiendl, aus dem Jahre 1919 zusammen mit dem Vereinsabzeichen. Vorsitzender Hans Lohmeier nahm beeindruckt das Geschenk entgegen und sicherte die sorgfältige Aufbewahrung für die Nachwelt und Ausstellung im Büro zu.
Schirmherr Oberbürgermeister Markus Pannermayr betonte in seinem Grußwort die jetzt schon Jahrhunderte alte Verbindung zwischen Straubing und Bayerischem Wald. Die Idee der beiden Bayer-Waldvereine, den Bayerwald zu erschließen und zu fördern, sei die richtige Strategie im letzten Jahrhundert gewesen, die Erschließung des Waldes durch Wanderwege sowie die Erforschung und Bewahrung von Brauchtum und Förderung der Lebensbedingungen habe sowohl Bewohnern als auch den Wanderern gedient. Ebenso wies er auf die Bedeutung der Vereine für den Zusammenhalt der Menschen hin, was er in der Radler-Gruppe wenigstens einmal im Jahr erlebe.
Stellvertretender Landrat Ludwig Knott hob die Verbindung von Menschen unterschiedlicher Generationen und Berufe im Verein hervor, der Bayerische Waldverein sei damit ein Bespiel für „lebendiges Ehrenamt". Dieses Engagement sei auch ein sichtbares Zeichen gelebter Heimatverbundenheit.
Die Sektion Straubing sei eine „maßgebliche Sektion", betonte Sebastian Gruber, Präsident des Hauptvereins und Landrat von Freyung-Grafenau, denn in der Region brauche man beides: Städte und ländliche Gebiete. Als Landrat kenne er die Menschen im Bayerischen Wald, sie hätten die Fähigkeit, die Ärmel hochzukrempeln wenn es sein müsse, so Gruber, „es ist eine Hemdsärmeligkeit mit Stil und Bezug zur Tradition".
Als Festredner ging Altbürgermeister („in spe“) Werner Schäfer auf die letzten 25 Jahre des Vereinslebens ein. Wandern sei natürlich das zentrale Anliegen des Bayerwald-Vereins. Schon seit Jahrzehnten sei dies immer in Verbindung mit Kultur erfolgt. Schäfer würdigte das Engagement im Verein bei Halbtages- und Tageswanderungen ebenso wie bei den mehrtägigen Reisen ins In- oder Ausland, die Pflege von Abschnitten des Jakobsweges oder Wanderwegen im Naherholungsraum rund um Straubing – so betreue der Wegewart der Sektion rund 140 Kilometer Wanderwege im Vorwald. Die Teilnahme der Trachtengruppe beim Oktoberfestzug in München alle zwei Jahre und alljährlich beim Volksfestauszug in Straubing sei Aushängeschild auch überregional. Weitere Gruppierungen der Sektion seien die 1993 gegründete Radlergruppe, die regelmäßig wöchentlich Ausfahrten mache, sowie die Krippenfreunde, die unter der Leitung von Guido Scharrer durch gemeinsamen Krippenbau in der Gruppe, zahlreiche Ausstellungen und Vorträge Straubings Bedeutung als Krippenstadt geprägt hätten.
Schäfer wies auch auf den Wandel im heute rund 750 Mitglieder zählenden Verein hin. „Die Busse sind voll, aber die Kilometer werden weniger, wir haben uns vom einstmals jungen Verein, zu einem gealterten Verein entwickelt ", dafür haben wir ein großartiges Angebot für Senioren.
Im Anschluss daran folgten Ehrungen für vier Mitglieder, die sich besonders um den Verein verdient gemacht hatten. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt:
Annemarie Meindl für ihren Einsatz in der Trachtenstube als Verwalterin, aber auch in der Pflege der Trachten und Erweiterung des Bestands.
Andreas Hirschberger für jahrelanges Organisieren und Gestalten auch als Sänger der Sing- und Spiel-Gruppe beim jährlichen Gründungsfest, von Maiandachten und Adventssingen für die Sektion und die Allgemeinheit.
Otto Albertskirchinger für seine jahrelange Tätigkeit als 1. Wanderwart und als Wanderführer und als 3. Vereins-Vorsitzender.
Renate Amann erhielt für ihre herausragende aktuelle Leistung für die 100-Jahr-Feier die goldene Ehrennadel der Sektion.
Mit dem gemeinsamen Essen endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Anschließend saßen wir gemütlich beisammen.
Text: H. Lohmeier
Text: H. Lohmeier